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Ein Mensch wird Nazi
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Ein Mensch wird Nazi ist eine 1942/43 entstandene ErzÀhlung von Anna Seghers. Die Erstveröffentlichung erfolgte in der in Mexiko erscheinenden kommunistischen Exil-Zeitschrift Freies Deutschland (MÀrz-Heft 1943).cite-ref-1[1]
Contents
âą Kurzbeschreibung
âą Inhalt
âą Textanalyse
âą Themen
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Kurzbeschreibung
Ein Mensch wird Nazi versucht zu erklĂ€ren, âwie ein armer und gewöhnlicher Junge zum Nazi werden und zu schrecklichen GrĂ€ueltaten fĂ€hig sein wĂŒrde.âcite-ref-2[2]
Inhalt
Der Schlosser und Unteroffizier Friedrich MĂŒller kehrt nach Ende des Ersten Weltkriegs ins heimische DĂŒsseldorf zurĂŒck, wo ihn auĂer seinem im letzten Heimaturlaub gezeugten Baby Fritz die Arbeitslosigkeit erwartet: âDer Schlosser, in dessen Werkstatt er zehn Jahre gestanden hatte, konnte ihn nicht mehr aufnehmen. Der Vater MĂŒller begann sein Nachkriegsleben zwischen KĂŒche und Stempelstellenâcite-ref-285-3-0[3] und schimpft âĂŒber den Staat, der fĂŒr seine BĂŒrger kein Brot hatte.âcite-ref-286-4-0[4] Somit unfreiwillig kann Friedrich sich ausfĂŒhrlich der Familie widmen, seinen Fritz in die Schule begleiten, hofft insgeheim, Fritz könne eines Tages als begabtes Kind âin höhere Schulenâ gehen, doch es zeigt sich âdaĂ der SchĂŒler Fritz MĂŒller keineswegs zu den besonders Begabten gehörte, die auf Kosten des Staates vielleicht hĂ€tten weiterlernen können.âcite-ref-287-5-0[5] Ebenfalls zeigt sich, dass seine Aggressionshemmung gestört ist.cite-ref-287-5-1[5] Zu den Lehrern, die Fritz an der Schule hat, gehört unter anderem einer, der ârotâ ist und einer, der ein Nazi ist. Beide werden spĂ€ter wegen ihrer politischen Gesinnung aus dem Lehramt,cite-ref-289-6-0[6] Fritz nach Ende der Schulzeit in die Arbeitslosigkeit entlassen, wo sein Hobby âHerumlungern auf der StraĂeâ ist. âAls der Vater Friedrich MĂŒller starb, an der Grippe, [âŠ] muĂten alle vier Söhne daheim ihr Erwerbslosengeld bis auf den letzten Pfennig der Mutter geben.âcite-ref-289-6-1[6]
Fritz wird von einem Mann auf der âStempelstelleâ angesprochen und zu einer SA-Versammlung eingeladen, eine Einladung, die wegen der langfristigen Wirkung des einstigen Nazi-Lehrers bei Fritz verfĂ€ngt: âDer einzige Mensch, der je Eindruck auf ihn gemacht hatte, war jener schneidige, ordnungsliebende Lehrer gewesen mit AussprĂŒchen, daĂ die Revolution nichts brĂ€chte als Gleichmacherei der guten und der schlechten Rassen, der Starken und der Schwachen. Er wĂŒnschte sich das Gegenteil seines öden Erwerbslosenlebens, Auszeichnung, Glanz, BewĂ€hrung.âcite-ref-290-7-0[7] Fritz geht wieder und wieder zu den SA-Treffen, âtauschte seine ausgewaschenen Lumpen mit einem neuen braunen Hemdâ,cite-ref-290-7-1[7] was ihn einige Arbeiter als Klassenverrat auslegen. Es folgt ein Aufstieg zum SA-GruppenfĂŒhrer, erste kleine Gewalttaten im heimischen âFeindesland, bewohnt vom inneren Feind.âcite-ref-291-8-0[8] Fritz macht weiter Karriere. âWeil er schneidig war und rasch im EntschluĂ und Gehorchen und ĂŒberdies vortrefflich gewachsen, erfĂŒllte sich sein geheimer Wunsch, er kam in die SS. Dort gab es die Söhne anderer VĂ€ter als seiner gewesen war. Das war die Gleichheit, die ihm gefiel. In Arbeitergassen herumzuknallen, Juden zu scheuchen, das war die Freiheit, die er verstand. Er bekam den Befehl, eine rote Versammlung zu sprengen. Ein Junge, einstmals ein MitschĂŒler, erkannte ihn, beschimpfte ihn ins Gesicht. Da zog er seinen Revolver. Und wie dann der Junge wirklich umfiel und wirklich tot war [âŠ] wurde er aber nur höchst belobigt und krĂ€ftig beruhigt. Denn Rot war Feind, und Feind war Feind. Und weil es zum ProzeĂ kam, wurde er rasch in ein schönes Haus am Rhein gebracht, zu einem der reichen SS-VĂ€ter, die immer die Zechen zahlten, und dort versteckt, bis der ProzeĂ zu Ende war.âcite-ref-9[9]
Nach der Machtergreifung geht es fĂŒr Fritz entsprechend weiter: âStraĂen absperren, Juden austreiben, Arbeiter jagenâ, abliefern in Konzentrationslagern. âBei der Musterung wurde er in ein SS-Eliteregiment eingereiht [âŠ,] mit seinem rohen Verstand und einem Wust an GefĂŒhlen vorzĂŒglich ausgebildet in der Ă€uĂeren technischen AusĂŒbung der Machtâ, die er auch gegen Angehörige der Arbeiterklasse anwendet: âJa, er jagte die, die einmal die Seinen gewesen waren, wie der Wolfshund, den man dressiert hat, die Wölfe zu jagen.âcite-ref-10[10] Nach Kriegsbeginn verachtet er Polen und Franzosen, âweil sie sich wehrten, aber doch ĂŒberrennen lieĂen, wie er in seinem eigenen Volk die zu verachten gelernt hatte, die sich wehrten, doch ĂŒberrennen lieĂenâ, und beim Angriff auf die Sowjetunion hasst er âdas russische Volk nicht nur, weil der Armeebefehl des FĂŒhrers es von ihm verlangte, sondern von ganzem eigenem Herzen. Denn auf dieses Volk hatten daheim die MĂ€nner geschworen, die ihn einst ins Gesicht beleidigt hatten: âDu hast dich fĂŒr ein Hemd verkauft.ââcite-ref-11[11] In Russland lernt MĂŒller von einem Vorgesetzten, dass das AufhĂ€ngen von Zivilisten nötig sein könne, âum die Widersetzlichkeit der Bewohnerschaft ein fĂŒr allemal zu brechen. MĂŒller, der beim Anblick der GehĂ€ngten ein ĂŒbles GefĂŒhl verspĂŒrt hatte, merkte sich diese Belehrung seines Vorgesetztenâ und praktiziert diese Methode, als bei Besetzung eines Dorfes sein Leutnant fĂ€llt; MĂŒller wird dann selbst Leutnant,cite-ref-12[12] erschieĂt eigenhĂ€ndig ein Familienmitglied nach dem anderen, um das Versteck eines zu den Partisanen gehörenden Sohnes herauszufinden, lĂ€sst Partisanen-MĂ€dchen âzu Tode schlagen. Seine HĂ€nde zitterten nicht mehr, er bestrafte fĂŒr einen Blick, er lieĂ hĂ€ngen fĂŒr ein GeflĂŒster. Er handelte wie ein Tier, aber er war keins. Denn ihn leitete bei seinen Handlungen eine Idee: Mitleid mit dem Feind ist Verrat. Bei dem neuen Vormarsch im FrĂŒhjahr lieĂ er zwei seiner eigenen Soldaten, deren GesprĂ€ch belauscht worden war, an die Wand stellen.âcite-ref-13[13]
Als er der Roten Armee in die HĂ€nde fĂ€llt, wird er im MĂ€rz 1942 vor ein Feldgericht gestellt. âDie Anklage lautete auf ErschieĂungen, HĂ€ngen, fortgesetzte Grausamkeiten, begangen an Frauen und Kindernâ.cite-ref-285-3-1[3]
Textanalyse
Bei Ein Mensch wird Nazi handelt es sich um einen auktorial erzĂ€hlten Text. Orte der Handlung sind DĂŒsseldorf sowie Fritz MĂŒllers Aufenthaltsorte wĂ€hrend des Deutsch-Sowjetischen Kriegs 1941/42. Die ErzĂ€hlung beginnt mit dem Bericht ĂŒber den Kriegsprozess gegen den des Kriegsverbrechens angeklagten Offizier Fritz MĂŒller, der seine Grausamkeit gerechtfertigt hatte mit der Behauptung: âMitleid mit dem Feind sei Verrat an dem deutschen Volkâ. Dann springt die Zeit der ErzĂ€hlung in die vorangegangene Generation, als Fritzâ Vater im Ersten Weltkrieg Unteroffizier in der Armee war.cite-ref-14[14]
Rahmenhandlung des Romans ist der Prozess gegen Fritz MĂŒller im MĂ€rz 1942. Der Berichtszeitraum der Binnenhandlung reicht von seiner Geburt im Jahr 1917 bis zu seinem letzten Kriegsverbrechen 1942.
Figuren (Auswahl)
âą Fritz MĂŒller: Er ist im Oktober 1917 geboren, neun Monate nach dem letzten Heimaturlaub seines Vaters Friedrich MĂŒller,cite-ref-285-3-2[3] der ihn zur Einschulung Ostern 1923 begleitet.cite-ref-287-5-2[5] Blond und blauĂ€ugigcite-ref-288-15-0[15] ist Fritz, als Erwachsener âein Meter fĂŒnfundachtzigâcite-ref-290-7-2[7] und bereits vor dem Angriff auf die Sowjetunion TrĂ€ger des Eisernen Kreuzes.cite-ref-16[16]
Themen
In Ein Mensch wird Nazi versucht Seghers einigen soziologischen VerhĂ€ltnisse und psychologischen UmstĂ€nden auf den Grund zu gehen, aufgrund derer viele junge Menschen fĂŒr das nationalsozialistische Ideengut anfĂ€llig gewesen sind. Dabei zeichnet Seghers âdurch die Geschichte von Fritz MĂŒller ein Panorama der deutschen Gesellschaftâ.cite-ref-17[17]
PrÀgung durch Elternhaus und Schule
Fritz MĂŒller wird zunĂ€chst durch die Haltung seines Vaters beeinflusst, der wegen seiner wirtschaftlichen Misere gegen die Weimarer Republik wettert und sonntags âmit seinen alten Orden und Ehrenzeichenâ in den von seinen Kameraden gegrĂŒndeten Kriegerverein geht.cite-ref-286-4-1[4] Die HauptprĂ€gung des kleinen Fritz erfolgt jedoch in der Schule, wo âder kleine Fritz inmitten eines Aufeinanderprallens von Ideen aufwuchs, die in allen Kreisen verbreitet â oder bekĂ€mpft â wurden; diese unterschiedlichen Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsauffassungen werden durch die unterschiedlichen Lehrer reprĂ€sentiert, die Fritz hatteâ.cite-ref-18[18] Der eine Lehrer ist linksgerichtet und hĂ€lt Fritz fĂŒr âstumpf und mĂ€Ăig begabtâ,cite-ref-288-15-1[15] ist aber offenkundig selbst ein mĂ€Ăig begabter PĂ€dagoge, da er seine SchĂŒler mit abstrakten Ideen konfrontiert und von Fritz die entsprechenden Reaktionen erhĂ€lt: âDer Völkerfrieden sagte ihm nichts, denn er wĂŒnschte sich fĂŒr sich selbst die Kriegsabenteuer, von denen sein Vater erzĂ€hlte; die Freiheit nichts, weil es ihm wohlgefiel, die schwĂ€cheren Knaben selbst zu befehligen und von den Starken befehligt zu werden; die Gleichheit nichts, weil er sich danach sehnte, gut gekleidet zu sein.âcite-ref-288-15-2[15] Der Nazi-Lehrer dagegen schĂ€tzt an Fritz, dass Fritz âschneidig schwamm und im Stafettenlauf der Beste war.âcite-ref-288-15-3[15] Mit dem Unterricht des Nazi-Lehrers kann Fritz mehr anfangen: âWeil er mit seinem Bruder in einem Bett schlief, glaubte er zu verstehen, warum das deutsche Volk Raum brauchte. Weil er den jĂŒdischen Schneider nicht leiden konnte, glaubte er zu verstehen, warum es die Schuld der Juden sei, daĂ er nie satt wurde. Er [=der Lehrer] lobte ihn beilĂ€ufig auch fĂŒr Dinge, fĂŒr die sich Fritz keine MĂŒhe zu geben brauchte: daĂ sein Vater im Krieg gewesen war, daĂ er blond und blauĂ€ugig war.âcite-ref-288-15-4[15] Durch den Nazi-Lehrer werden somit Tendenzen verstĂ€rkt, die durch den Vater ohnehin vorhanden sind. Wolfgang Edelstein stellt zusammengefasst fest: âIn ihrer Kurzgeschichte âEin Mensch wird Naziâ hat Anna Seghers nachhaltig gezeigt, wie eine autoritĂ€re Schule zu autoritĂ€rer Unterwerfung und in der Folge zu autoritĂ€rer Herrschaft beitrĂ€gt.âcite-ref-19[19]
PrÀgung durch soziale Teilhabe
Ebenso wie Friedrich MĂŒller sonntags âmit seinen alten Orden und Ehrenzeichenâ in den von seinen Kameraden gegrĂŒndeten Kriegerverein geht,cite-ref-286-4-2[4] findet Fritz MĂŒller eine Möglichkeit zu sozialer Teilhabe in einem antidemokratischen Umfeld, in diesem Fall einem SA-Lokal. Mit seinen SA-Kameraden macht Fritz beispielsweise auch eine Exkursion in eine entfernte Stadt, wo Fritz anlĂ€sslich eines Hitler-Auftritts âzum erstenmal in seinem Leben ein echtes Fest [feiert], mit Getafel, Bier, Fackeln, Trompeten.âcite-ref-291-8-1[8] Hier empfindet Fritz âdas GefĂŒhl der Gruppenzugehörigkeit, den Respekt â oder die Angstâ âcite-ref-20[20] der AuĂenwelt vor jener Gruppe, der er angehört: Ein einst ohnmĂ€chtiger junger Mann erhĂ€lt Macht, der Leser âbeobachtet die SchwĂ€che des demĂŒtigen Mannes, dem die Gelegenheit geboten wird, Herrschaft auszuĂŒbenâcite-ref-21[21] und kann sich klar werden darĂŒber, âdass der einfache BĂŒrger unter bestimmten UmstĂ€nden zu schrecklichen GrĂ€ueltaten fĂ€hig ist.âcite-ref-22[22]
Textausgaben (Auswahl)
âą Ein Mensch wird Nazi. In: Anna Seghers: ErzĂ€hlungen 1933â1947. (= Werkausgabe, II. ErzĂ€hlungen, Band 2.) Aufbau-Verlag, Berlin 2011. ISBN 978-3-351-03468-9. S. 107â120.
âą Ein Mensch wird Nazi. In: Anna Seghers: ErzĂ€hlungen 1926â1944. (= Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Band 9.) 2. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin 1981. S. 285â297.
Literatur (Auswahl)
âą PatrĂcia Helena Baialuna de Andrade: Revistas de literatura e polĂtica. Estandartes dos intelectuais antinazistas exilados. In: Tempos histĂłricos. Jg. 19, 2015, ISSN 1517-4689, S. 228â252. Hier S. 234â237. (PDF).
Einzelnachweise
cite-note-11. â Aufbau-Verlag: Zu Band IX. In: Anna Seghers: ErzĂ€hlungen 1926â1944. (= Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Band 9.) 2. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin 1981. S. 363â366. Hier S. 366.
cite-note-22. â âcomo um rapaz pobre e comum se tornaria nazista e seria capaz de terrĂveis atrocidadesâ â PatrĂcia Helena Baialuna de Andrade: Revistas de literatura e polĂtica. Estandartes dos intelectuais antinazistas exilados. In: Tempos histĂłricos. Jg. 19, 2015, ISSN 1517-4689, S. 228â252. Hier S. 236. (PDF).
cite-note-285-33. â Anna Seghers: Ein Mensch wird Nazi. In: Anna Seghers: ErzĂ€hlungen 1926â1944. (= Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Band 9.) 2. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin 1981. S. 285â297. Hier S. 285.
cite-note-286-44. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 286.
cite-note-287-55. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 287.
cite-note-289-66. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 289.
cite-note-290-77. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 290.
cite-note-291-88. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 291.
cite-note-99. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 292.
cite-note-1010. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 293.
cite-note-1111. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 294â295.
cite-note-1212. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 295.
cite-note-1313. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 296â297.
cite-note-1414. â âA estrutura do conto Ein Mensch wird Nazi Ă© circular: inicia-se a narração com o relato do julgamento marcial do oficial Fritz Mueller, acusado de crimes de guerra (detalhados pelo narrador), e que teria justificado sua truculĂȘncia com a assertiva: âcompaixĂŁo com o inimigo Ă© um crime contra a pĂĄtriaâ. Em seguida o tempo da narração salta para a geração anterior, quando o pai de Fritz era suboficial do exĂ©rcito na Primeira Guerra.â â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 236, zitierend Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 285.
cite-note-288-1515. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 288.
cite-note-1616. â Seghers, Ein Mensch wird Nazi, S. 294.
cite-note-1717. â âdelineia, atravĂ©s da histĂłria de Fritz Mueller, um panorama da sociedade alemĂŁâ â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 235.
cite-note-1818. â âo pequeno Fritz cresceu em meio a um embate de ideias que eram difundidas â ou combatidas â em todos os cĂrculos; essas diferentes concepçÔes de vida, economia e trabalho sĂŁo representadas pelos diferentes professores que Fritz teveâ â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 235.
cite-note-1919. â Wolfgang Edelstein: Ressourcen fĂŒr die Demokratie. Die Funktionen des Klassenrats in einer demokratischen Schulkultur. In: Stefan Aufenanger, Franz Hamburger, Luise Ludwig, Rudolf Tippelt (Hrsg.): Bildung in der Demokratie. BeitrĂ€ge zum 22. Kongress der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Erziehungswissenschaft. Verlag Barbara Budrich, Opladen 2010. ISBN 3-86649-318-5. S. 65â78. Hier S. 66. (PDF Nachdruck-Ausgabe).
cite-note-2020. â âsentimento de pertencimento a um grupo, o respeito â ou temorâ â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 235.
cite-note-2121. â âobserva a fraqueza do homem humilde a quem se apresenta a oportunidade de exercer domĂnioâ â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 236.
cite-note-2222. â âa de que o cidadĂŁo comum Ă© capaz de terrĂveis atrocidades sob determinadas circunstĂąnciasâ â Baialuna de Andrade, Revistas de literatura e polĂtica, S. 236.